Aware and Active!

Mit dem Projekt „Aware and Active“ möchten die Nationalagenturen des EU-Jugendprogramms auf die Situation und die Lebensumstände junger MigrantInnen, Flüchtlingen und AsylwerberInnen in Österreich und Europa aufmerksam machen. Zudem soll beleuchtet werden, welche Rolle das EU-Programm „Erasmus+: Jugend in Aktion“ sowie Jugendarbeit in Europa dabei spielen kann, gewalttätigen Extremismus unter Jugendlichen zu verhindern, demokratische Werte zu vermitteln und Grundrechte sowie Verständnis zwischen unterschiedlichen Kulturen und Jugendpartizipation zu unterstützen.

Hintergrund

In den letzten Jahren war Europa vielen Schwierigkeiten ausgesetzt: Neben einer Wirtschaftskrise wurde Europa Ziel einer Flüchtlingsbewegung aus Kriegs- und Krisenregionen wie Syrien, Afghanistan, Irak und aus vielen afrikanischen Ländern. Gewalttätiger Extremismus und Terrorattacken haben Europa erschüttert und Teile der europäischen Gesellschaft haben darauf mit einem Anstieg an Fremdenfeindlichkeit, Islamfeindlichkeit und Rassismus reagiert.

Als Antwort darauf haben am 17.3.2015 die Unterrichtsminister Europas und der zuständige Kommissar Navracsics die sogenannte „Paris Declaration“ verabschiedet. Die Deklaration strebt danach aktive Bürgerschaft und die gemeinsamen Werte von Freiheit, Toleranz und Antidiskriminierung durch Bildung zu fördern.

Mit dem Projekt „Aware and Active“ möchten die Nationalagenturen des EU-Jugendprogramms auf die Situation und die Lebensumstände junger MigrantInnen, Flüchtlingen und AsylwerberInnen in Österreich und Europa aufmerksam machen. Zudem soll beleuchtet werden, welche Rolle das EU-Programm „Erasmus+: Jugend in Aktion“ sowie Jugendarbeit in Europa dabei spielen kann, gewalttätigen Extremismus unter Jugendlichen zu verhindern, demokratische Werte zu vermitteln und Grundrechte sowie Verständnis zwischen unterschiedlichen Kulturen und Jugendpartizipation zu unterstützen.

Partner

Die Projektleitung liegt beim Interkulturellen Zentrum, der Österreichischen Nationalagentur für das EU-Jugendprogramm. An der Umsetzung direkt beteiligt sind folgende Agenturen:

Zudem wird das Projekt durch die Nationalagenturen aus Deutschland, Belgien-Flandern, Niederlande, Kroatien, Slowakei und Lettland sowie POYWE – Professional Open Youth Work in Europe unterstützt.

Zielgruppe

Das Projekt richtet sich an junge Menschen im Alter zwischen 16 und 30 Jahren. Insbesondere sollen auch junge MigrantInnen, Flüchtlinge und Asylsuchende, in das Projekt eingebunden werden.

Zur Umsetzung

Die Jugendlichen werden eingeladen, in sogenannten „Ideas Labs“ Ideen für verschiedene sensibilisierende Aktivitäten und Maßnahmen auszuarbeiten, die auf die Situation junger Flüchtlinge, Asylsuchenden und MigrantInnen in Europa aufmerksam machen und die Werte von Freiheit, Demokratie, aktiver Bürgerschaft, Toleranz und Antidiskriminierung vermitteln. In einem Training erhalten zuvor alle TeilnehmerInnen an den Labs Grundzüge von Kampagnenarbeit, kritischem Denken und kritischem Medienumgang vermittelt. Die besten Ideen erhalten eine finanzielle Unterstützung, um die sensibilisierenden Aktivitäten auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene durchzuführen. Es sollen Aktivitäten sein, die jungen MigrantInnen, Flüchtlingen und Asylsuchenden eine Stimme und ein Gesicht verleihen. Die Aktivitäten sollen Jugendarbeit ins Rampenlicht stellen und zeigen, welchen Beitrag Jugendarbeit bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise, bei der Prävention von gewalttätigem Extremismus und bei der Vermittlung demokratischer Werte leisten kann.

Bei einem zentralen European Ideas Lab in Slovenien wird dann auf europäischer Ebene eine gemeinsame Kampagne geformt, die dann europaweit umgesetzt werden soll. Neben einer abschließenden Veranstaltung, bei der die Ergebnisse der implementierten lokalen, regionalen und nationalen Aktivitäten sowie der europäischen Kampagne präsentiert werden, soll das Projekt durch intensive Medienarbeit begleitet werden.