Community Development through Social Entrepreneurship (2015- 2017)

Nach wie vor steht Armenien vor zahlreichen Herausforderungen, besonders im sozialen Bereich. Hier spielt der NGO-Sektor eine wichtige Rolle und ergänzt die Bemühungen des Staates. Um Veränderungen möglich zu machen, ist eine entsprechende Finanzierung dieser Initiativen notwendig. Der Social Entrepreneurship-Ansatz soll als alternative Möglichkeit der Realisierung solcher Projekte etabliert und entsprechende Kenntnisse in diesem Bereich an lokale Akteure vor Ort vermittelt werden. Gemeinsam mit der NGO International Center for Intercultural Research, Learning and Dialogue sowie dem Chamber of Commerce and Industry of the Republic of Armenia (CCI) und der Organisation KASA Swiss Humanitarian Foundation setzt das Interkulturelle Zentrum das Projekt „Community Development through Social Entrepreneurship“ um.

Finanzielle Unabhängigkeit für nachhaltige Wirkung

Eines der größten Hindernisse für ein effizientes Handeln des NGO-Sektors ist die finanzielle Absicherung, die es den Organisationen ermöglichen kann, ihre Dienstleistungen langfristig zu erbringen. Zur Hauptquelle der NGO-Finanzierung in Armenien gehören aktuell internationale Geldgeber. Besonders NGOs in ländlichen Regionen verfügen in der Regel aber nicht über die notwendigen Kapazitäten, um internationale Förderungen zu beantragen. Darüber hinaus beeinflussen die Prioritäten der verfügbaren Zuschüsse weitgehend die Ansätze und die Themen solcher Initiativen und entsprechen nicht immer den spezifischen Bedürfnissen der lokalen Gemeinschaften. Ein unabhängiges und nachhaltiges Finanzierungssystem bietet die Chance neue, unterschiedliche Projekte vorzuschlagen und die realen sozialen Bedürfnisse besser zu berücksichtigen.

Social Entrepreneurship als Motor für Entwicklung

Vor diesem Hintergrund gilt es Kapazitäten aufzubauen und neue Business-Modelle zu entwickeln, um Nachhaltigkeit zu gewährleisten. Hier kommt das Konzept Social Entrepreneurship (SE) zum Einsatz. Das Hauptaugenmerk liegt auf der nachhaltigen Entwicklung der Gemeinschaft und Stärkung der Organisationen der Zivilgesellschaft in insgesamt sieben Pilot-Regionen in Armenien: Kotayk, Geghakunik, Shirak, Syunik, Lori, Tavush und Vayots Dzor. Ziel ist es, den Akteurinnen und Akteuren der Zivilgesellschaft in diesen Regionen bei der Realisierung von SE-Projekten zu helfen und entsprechende Kompetenzen aufzubauen. Nachhaltig und langfristig sollen diese Aktivitäten wirken, die lokale Eigenverantwortung für Projekte gesteigert und eine Plattform für Zusammenarbeit und Austausch guter Praxis in diesem Bereich entstehen.

Start-Up Förderungen

An die vielversprechendsten SE-Initiativen, die vor Ort entwickelt werden, werden Start-Up-Zuschüsse vergeben. Hauptziel dieser finanziellen Unterstützung ist es, den SE-Projekten eine reale Chance zu geben und die notwendigen Erstinvestitionen zu ermöglichen. Weitere Unterstützung und Beratung durch ExpertInnen werden zu einer erfolgreichen Umsetzung der Projekte beitragen. Alle von den ProjektteilnehmerInnen entwickelten Projektideen werden an dem Wettbewerb für die Start-up-Zuschüsse teilnehmen können.

Gefördert wird das Projekt von der Europäischen Kommission und der Austrian Development Agency (ADA), die Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit.