Szenarioentwicklung

Wie das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft (Sprache, Sitten, Gebräuche) - gerade auch im konkreten Alltag - funktioniert und wie es in Zukunft gestaltet werden soll, zählt zu den großen Herausforderungen aber auch zu den Unsicherheitsfaktoren für Politik, Gesellschaft und Verwaltung auf den unterschiedlichen Gestaltungsebenen. Im Jahr 2009 startete das Projekt "szenario:i", das aus Mitteln des Europäischen Integrationsfonds und dem Bundesministerium für Inneres finanziert wurde.

Szenarienentwicklung soll helfen, Kommunen (im ländlichen Raum) oder Regionen bei der Gestaltung einer  zukunftsorientierten  Integrationspolitik beratend zu unterstützen. Die Methode wurde für strategische Planungsentscheidungen in Wirtschaftsunternehmen entwickelt, um deren Existenz angesichts unvorhersehbarer Umweltbedingungen zu sichern. Dabei werden mögliche Trends und Entwicklungen in Form von  Zukunftsszenarien dargestellt, die als Orientierung für die eigene strategische Planung dienen. Hier geht es u.a. darum, den Denkraum zwischen Problemerkennung und Lösungsansatz zu öffnen, um schließlich - angereichert mit Faktenwissen, neuen Entwicklungsmöglichkeiten und Handlungsoptionen - zu einer langfristig wirksamen, nachhaltigen Entwicklungsstrategie zu gelangen.
Angewandt auf das Thema Integration als kommunales Politikfeld bedeutet dies, integrationsfördernde Maßnahmen in einen breiten gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Kontext zu stellen, Integrationspolitik als nur eine, aber wesentliche Schiene zur Verbesserung der Lebensqualität in den Gemeinden zu erkennen und diese dementsprechend zu entwickeln und zu fördern.