ACHTUNG - Lehrgang zu Chancengleichheit und Antidiskriminierung in der Jugendarbeit

Gerade Jugendliche sind in ihrem Lebensumfeld immer wieder von Diskriminierung betroffen – sei es auf Grund ihrer Herkunft, Religion, einer Behinderung, politischen Einstellung oder ihrer sexuellen Orientierung. JugendarbeiterInnen nehmen dabei eine Schlüsselposition ein: Sie sind gefordert, Bewusstsein über Unrecht und Diskriminierung bei den Jugendlichen zu schaffen, und sie sind gefragt, wenn es zu Konflikten, Streit und Benachteiligung kommt, deren Ursprünge (vermeintlich) mit Unterschieden zu tun haben. Vor allem in der Jugendarbeit sind Prävention und Bewusstseinsarbeit essentiell – die Sensibilisierung Jugendlicher sowie weiterer MultiplikatorInnen spielt dabei eine maßgebliche Rolle. Der Lehrgang ACHTUNG bietet hier eine entsprechend qualifizierte Weiterbildung für Jugendarbeiterinnen und Jugendarbeiter.

Der Lehrgang umfasst insgesamt vier Module und wird von Oktober 2016 bis April 2017 durchgeführt.

Der Lehrgang stellt eine Zusatzqualifikation sowie fachliche Kompetenzerweiterung im Umgang mit Diversität, Chancengleichheit und Antidiskriminierung in der Jugendarbeit dar. Er schafft einen Raum der Auseinandersetzung, des Lernens und des Austausches, der die Teilnehmenden befähigt, im eigenen Umfeld Aktivitäten in diesen Bereichen umzusetzen. Ein erstes Projekt wird im Rahmen des Lehrgangs umgesetzt. Ziel ist es, Antidiskriminierungsarbeit im Jugendsektor nachhaltig zu verankern. Der Lehrgang ist aufZAQ zertifiziert.

Zielgruppe

Der Lehrgang richtet sich an Personen aus der offenen und verbandlichen Jugendarbeit sowie an MultiplikatorInnen im Bereich der Jugendarbeit, der Jugendinformation und der Landesjugendreferate.

Lehrgangsziele

  • Erwerb von Hintergrundwissen und Gewinn von Sicherheit in Fragenstellungen rund um die Themenbereiche Vielfalt, Diskriminierung, Migration, Kultur, Konfliktmanagement, rechtliche Grundlagen und Zivilcourage.
  • Erweiterung des persönlichen Handlungsrepertoires und Erwerb von Interventionsstrategien, wenn Diskriminierung und Unrecht erlebt werden.
  • Entwicklung einer MultiplikatorInnen-Rolle in der Anti-Diskriminierungsarbeit im eigenen Umfeld mit konkreten Follow-Up-Projekten.
  • Austausch von Erfahrungen und Netzwerkaufbau.

Methoden

Der Lehrgang ist praxisorientiert und basiert auf Prinzipien und Praktiken des non-formalen Lernens, wobei Bedürfnisse, Motivation, Interessen und Erfahrungen der TeilnehmerInnen berücksichtigt werden. Die Gruppe wird als Ressource für den Lernprozess betrachtet. Im Vordergrund stehen die persönliche Entwicklung der Teilnehmenden, die fachliche Qualifizierung mithilfe theoretischen Grundlagenwissens sowie praktischen Handlungsanleitungen. Wichtig ist die Rückkoppelung zum eigenen Arbeitsumfeld und zu den Themen, die im eigenen Alltag relevant sind. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Entwicklung von Projekten, die zur Stärkung und Sichtbarmachung der Rolle als Ansprechperson und MultiplikatorIn für den Themenbereich "Chancengleichheit und Antidiskriminierung" in der Organisation, in der Gemeinde oder im Netzwerk beitragen.

Vier Module

Der Lehrgang findet in vier Modulen statt. In jedem Modul werden ExpertInnen zu den jeweiligen Themen eingeladen und Exkursionen zu relevante Einrichtungen gemacht. Eine ausführlichere Beschreibung der Inhalte dieser vier Module gibt es hier (PDF-File, ca. 500 KB)

Termine

Modul 1:
3. bis 5. Oktober 2016, Ort: JUFA Bregenz

Modul 2:
28. und 29.  November 2016, Ort: JUFA Salzburg

Modul 3:
30. und 31. Jänner 2017, Ort: JUKAS Brixen

Modul 4:
23. bis 25. April 2017, Ort: Innsbruck

*Bitte beachten Sie, dass in einigen Modulen verpflichtenden Abendeinheiten vorgesehen sind.

Praxisprojekt

Jede/r TeilnehmerIn wird im Rahmen des Lehrgangs auch ein eigenes Projekt entwickeln. Thema und Zeitpunkt der Durchführung können frei gewählt werden. In allen Modulen ist immer auch Zeit für die Projektplanung vorgesehen. Zudem steht die Lehrgangsleitung den Teilnehmenden laufend für Rückfragen und Unterstützung zur Verfügung. Das Praxisprojekt soll einen Umfang von mind. 16 Stunden haben.

Kosten

Die Teilnahme am Lehrgang kostet € 1375,- (inkl. MwSt.). Darin enthalten sind Seminarunterlagen, Exkursionen und Projektbegleitung.

TeilnehmerInnen leisten einen einmaligen Eigenbeitrag von € 125 und übernehmen selber die Kosten für Anreise, Unterkunft und Verpflegung. TeilnehmerInnen aus Salzburg, Tirol, Vorarlberg und Süd-Tirol können um Förderung der restlichen Teilnahmegebühr bis maximal €1250,- bei ihrem jeweiligen Landesjugendreferat ansuchen. Für nähere Information dazu kontaktieren Sie bitte Melanie Jacobs unter melanie.jacobs@iz.or.at oder 01 5867544-39

Anmeldung

Die TeilnehmerInnen werden auf Grund ihrer Eignung und Motivation vom Lehrgang­steam ausgewählt. Die TeilnehmerInnenzahl ist mit max. 20 Personen begrenzt. Die durchgehende Teilnahme wird vorausgesetzt. Es ist nicht möglich, lediglich einzelne Module zu besuchen

Anmeldefrist: 29. August 2016

Anmeldeformular zum Download (Word-Dokument, ca. 2,2 MB)

Information, Beratung und Kontakt:

Melanie Jacobs
Interkulturelles Zentrum
Mail: melanie.jacobs@iz.or.at
Tel: 01 586 75 44 39
www.iz.or.at Fax: 01 586 75 44 9