Standortbestimmung mittels Selbstcheck für Kommunen

Ziel des Selbstchecks ist es zu eruieren, wo Ihre Gemeinde in Bezug auf Integrationspolitik steht, und gleichzeitig Möglichkeiten für weitere Aktivitäten und Strategien aufzuzeigen.

Es geht also darum, die Fortgeschrittenheit der bisherigen integrationspolitischen Aktivitäten festzustellen, den Blick für Handlungsspielräume und Potenziale zu öffnen, aber auch zu vermitteln, in welche Richtung die nächsten Schritte zu setzen sind.


All dies führt hin zur Entwicklung klarer Vorstellungen über die integrationspolitischen Ziele der Gemeinde und das zukünftige Zusammenleben ihrer BürgerInnen mit und ohne Migrationshintergrund. Klare Vorstellungen helfen, den Herausforderungen jetzt und in der Zukunft gut vorbereitet zu begegnen. Klare Vorstellungen sind auch die Basis für eine konsistente Argumentation und die Vertretung einer klaren Linie nach außen hin - nicht zuletzt gegenüber jenen, die politisches Kleingeld aus den meist emotional besetzten Themen Integration und Zuwanderung schlagen wollen.

 

Was ist der Selbstcheck für Kommunen, wie funktioniert der Selbstcheck?


Der Selbstcheck ist ein Instrumentarium, das im Rahmen des Projekts (Szenario:i) ( entwickelt wurde. Es geht dabei ausschließlich um eine genauere Selbsteinschätzung als Basis für die weitere Integrationsarbeit. Der Selbstcheck ist keine "Prüfung" oder Abfrage von Daten, die Ergebnisse bleiben in den Händen der Gemeinde und des Beratungsteams und dienen zur Reflexion.
Die Fragen beziehen sich auf die kommunalen Handlungsfelder Wohnen und Siedlungsentwicklung, Erziehung und Bildung, Gesundheit und Soziales, Arbeit und Wirtschaft sowie Gleichstellung und Antidiskriminierung. Eingangs adressiert ein Fragenteil zu Integration allgemein die Rahmenbedingungen für Integration und Integrationspolitik in Ihrer Gemeinde. Ausgehend von der Annahme, dass gesellschaftliche Integration keineswegs nur MigrantInnen betrifft, sondern wesentlich auch z. B. eine Frage der sozialen Lage ist, zielen die Fragen des Selbstchecks grundsätzlich auf die Berücksichtigung der unterschiedlichen Bedürfnisse aller Bevölkerungsgruppen ab - mit und ohne Migrationshintergrund, Alte und Junge, Frauen und Männer usw. Dennoch liegt freilich besonderes Augenmerk auf den Bedürfnissen der migrantischen Bevölkerung.
Die Beantwortung der Fragen soll einerseits den Status quo messen, darüber hinaus sollen aber auch konkrete Möglichkeiten für Verbesserungsmaßnahmen aufgezeigt werden.