Internationale Schulprojekte
ARTiculating values - EuroMed on Stage
"Jeder Mensch ist ein Künstler" - unter diesem Motto von Augusto Boal betraten 50 JungschauspielerInnen aus acht verschiedenen Ländern - Österreich, Dänemark, Ungarn, Israel, Jordanien, Libanon, Niederlande und Türkei - am 29. April 2010 im Europahaus in Wien gemeinsam die Bühne:
Ihre Theaterperformance kreiste um die Themen "Werte", "Konflikte", "Identität", "Migration" und "Diskriminierung". JedeR Einzelne hat eine Geschichte, die sich lohnt erzählt zu werden und wenn die/der ZuseherIn in das Geschehen eingreift, wird plötzlich alles doch ganz anders.
Grenzüberschreitendes Schulprojekt als Brückenbauer zwischen Kulturen
Die Veranstaltung ist Teil des Projekts "ARTiculationg Values - Young people act in EuroMed", das vom IZ koordiniert wird. Beteiligt sind Jugendliche und SchülerInnen, LehrerInnen und JugendarbeiterInnen aus insgesamt acht Ländern. "Angesichts zunehmender Fremdenfeindlichkeit und Ausschreitungen gegen Minderheiten in ganz Europa, war es uns ein Anliegen Begegnungen von Menschen unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft zu ermöglichen und einen gleichberechtigten Dialog zu fördern", so Projektleiterin Rebecca Zeilinger vom IZ-Team.
Schauplatz Wien
Erstmals trafen vom 25. bis 30. April 2010 die ProjektteilnehmerInnen in Wien zusammen. Im Rahmen von Theaterworkshops und Schreibwerkstätten setzten sie sich kritisch mit eigenen Werten und Vorurteilen auseinander und entwickelten so Verständnis und Wertschätzung füreinander. Da waren zum Beispiel die 18-jährige Gülşin aus der Türkei, die Schülerin Assil (17 Jahre) aus Beirut, Elisabeth (17) aus Krems oder der 22-jährige Jugendarbeiter Liran aus Jerusalem, die sich ihre Geschichten erzählten und gemeinsam ein Theaterstück erarbeiteten.
Vorhang auf
Krönender Abschluss des Aufenthalts in Österreich war eine öffentliche Aufführung, am 29. April im Europahaus Wien bei der die JungschauspielerInnen Szenen aus dem Leben präsentierten und so Einblick in ihre Träume, Ängste und Hoffnungen gewährten. Rund 150 Gäste, darunter auch Mag. Josef Neumüller vom BMUKK und Gesandte Mag. Kroissenbrunner vom BMeiA , verfolgten das Bühnengeschehen mit großem Interesse. Im Anschluss sorgten Marwan Abado, palästinensischer Sänger, Komponist und Oudspieler, und Aliosha Biz, Violinspieler mit österreichisch-russisch-jüdischen Wurzeln, für musikalische Höhepunkte.
Fortsetzung folgt
Wieder daheim teilen die Jugendlichen und Erwachsenen ihre Erfahrungen mit KlassenkameradInnen, KollegInnen und FreundInnen. In Theaterworkshops vor Ort sowie Schreibwerkstätten entstehen weitere Stücke, die in den lokalen Schulen und Gemeinden aufgeführt werden und zum Nachdenken anregen sollen. Die Texte werden als "Pages for Peace" gesammelt und im Jänner 2011 veröffentlicht. Unterstützt wird das Projekt u.a. von der Anna Lindh Foundation, dem BMUKK, dem BMeiA und der UNESCO Österreich.




