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Europäisches Solidaritätskorps (ESK) - Jahresbericht 2019

💡  Basisinfos

  • Jugendförderprogramm der EU
  • Laufzeit: 2018-2020
  • Ermöglicht solidarisches Handeln junger Menschen im Inland und über Ländergrenzen hinweg und fördert damit gesellschaftlichen Zusammenhalt und ein soziales und vielfältiges Europa
  • www.solidaritaetskorps.at

Neue Möglichkeiten des ESK wurden stark angenommen


Das Europäische Solidaritätskorps (ESK) bietet viele neue Möglichkeiten für junge Menschen. Melanie Jacobs, stellvertretende Direktorin der Nationalagentur, zieht nach dem ersten Jahr Resümee: „Neue Projektformate einzuführen ist oft nicht so einfach. Aber – auch dank Verstärkung und neuer Expertise im Team – ist es uns gleich gut gelungen, die neuen Möglichkeiten umzusetzen.“

Das zeigt sich daran, dass die Österreichische Nationalagentur im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Ländern die Fördermittel genau so ausschöpfen konnte wie von der Europäischen Kommission vorgegeben. „Wir waren sogar die einzige Nationalagentur, die die ganze Fördersumme für ‚Jobs & Praktika‘ ausschöpfen konnte“, erklärt Barbara Eglitis stolz. Das hat das Team mit einer doppelten Bewerbungsstrategie erreicht: Zum einen hat es die regulären Einsätze beworben, bei denen Organisationen hochqualifizierte junge Menschen rekrutieren können. Auf der anderen Seite wurden die besonderen Förderbedingungen für inklusiv gestaltete Einsätze kommuniziert. Für beide Möglichkeiten wurden Organisationen jeweils unterschiedlich angesprochen. So konnten in Österreich drei Projekte mit insgesamt 41 Einsätzen genehmigt werden – davon sind 55 % als Inklusionseinsätze geplant. „Das ist eine tolle Gelegenheit, meine Komfortzone zu verlassen und etwas im Ausland zu machen“, zeigt sich eine Teilnehmerin begeistert, „Wenn man als junger Mensch ein Praktikum in einem anderen Land absolviert, Kontakte zu anderen Menschen knüpft, Wissen austauscht und Kenntnisse erwirbt, hat man die Möglichkeit, die Welt aus einer anderen Perspektive kennenzulernen und zu sehen. Genau das hat mir das Europäische Solidaritätskorps geboten“.

Auch nationale Freiwilligenprojekte – ebenfalls eine der neuen Möglichkeiten – konnten gleich gefördert werden, ebenso wie viele Solidaritätsprojekte. 2019 wurde verstärkt Wert darauf gelegt, dass diese tatsächlich möglichst eigenständig von jungen Menschen initiiert und umgesetzt werden. Zum Beispiel gab es zwei Wochenend-Workshops, bei denen junge Interessierte bei der Projektentwicklung und Antragstellung gecoacht wurden. Eine Teilnehmerin schreibt auf die Frage, ob das Seminar einen Nutzen für sie hatte: „Auf jeden Fall! Ich werde in nächster Zeit mein Jugendprojekt schreiben und weiß nun, worauf es ankommt und wen ich bei Hilfestellungen kontaktieren kann.“

📃  Daten & Fakten

 

  • 2,4 Millionen Euro Fördervolumen in Österreich 2019
  • 60 geförderte Projekte
  • 407 Projektteilnehmende
    24 Solidaritätsprojekte mit 134 Teilnehmenden
  • 33 Freiwilligenprojekte mit 229 Teilnehmenden
  • 3 „Jobs & Praktika“-Projekte mit 44 Teilnehmenden


 

Bild 1: ESK Staff Training, Bild 2: ESK-Jubiläum, Bild 3: Schreibwerkstatt in Wien © 2019 IZ - Vielfalt, Dialog, Bildung