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Jahresbericht 2018 #5

Caucasus Network for Children (CNC)

ūüí°¬† Basisinfos

  • Zusammenschluss von 14 NGOs im S√ľd- und Nordkaukasus
  • Beteiligte L√§nder: Armenien, Georgien, Aserbaidschan, Nordkaukasus-Republiken der Russischen F√∂deration (Tschetschenien, Inguschetien, Nord-Ossetien)
  • Entstanden 2013 aus der Caucasus Education Initiative (seit 2008), die lange vom √∂sterreichischen Bildungsministerium unterst√ľtzt wurde
  • Regionale Zusammenarbeit und gemeinsame grenz√ľberschreitende Projekte zur F√∂rderung von Vers√∂hnung, Bildungsreformen, sozialer Inklusion benachteiligter Kinder und gesellschaftlicher Teilhabe marginalisierter Gruppen
  • IZ begleitet das Netzwerk seit seiner Gr√ľndung und unterst√ľtzt durch Organisation von Netzwerktreffen und Trainings, Hilfe bei Projektentwicklung und Vernetzung mit √∂sterreichischen Stakeholder*innen
  • www.caucasuschildren.net
Inklusion und Bildung f√ľr Kinder im Kaukasus

Die CNC-Partnerorganisationen haben es nicht leicht: die gesellschaftlichen und √∂konomischen Rahmenbedingungen in ihren L√§ndern sind herausfordernd und die NGO-Arbeit erf√§hrt so einigen Gegenwind. Die Partnerorganisationen aus den verschiedenen L√§ndern k√∂nnen sich in der Region nur unter Schwierigkeiten treffen. Die j√§hrlichen CNC-Treffen in √Ėsterreich spielen daher f√ľr das Netzwerk und die Motivation seiner Mitglieder eine wichtige Rolle. Das IZ erf√ľllt eine Br√ľckenfunktion zwischen dem Netzwerk einerseits und √∂sterreichischen Akteur*innen andererseits und informiert das CNC √ľber den Inklusionsdiskurs in der EU und entsprechende F√∂rderprogramme. Gerade in den Bereichen soziale Inklusion und inklusive Bildung unterst√ľtzt es auch auf inhaltlicher Ebene.

2018 wurden die folgenden zwei Arbeitsschwerpunkte gesetzt: Zum einen standen Projektentwicklung und Akquise im Mittelpunkt. Dabei konnte das IZ besonders gut seine Expertise zu den EU-Jugendf√∂rderprogrammen nutzen: Es beriet die CNC-Organisationen √ľber F√∂rderm√∂glichkeiten von Erasmus+ Jugend in Aktion und anderen internationalen F√∂rderprogrammen und unterst√ľtzte bei der Entwicklung zweier Projektantr√§ge. Zum anderen lag der Fokus auf der Evaluierung der Zusammenarbeit des Netzwerkes mit den formalen Bildungsinstitutionen in den jeweiligen L√§ndern. Vor allem ging es um die Frage, welche Best-Practice-Modelle der Zusammenarbeit eines NGO-Netzwerkes mit Bildungseinreichtungen auf verschiedenen Ebenen - von Schulen bis hin zu Bildungsministerien - erprobt und weiterverfolgt werden k√∂nnen. Davon ausgehend arbeiteten IZ und CNC bew√§hrte Ans√§tze und Methoden heraus und pr√§sentierten sie im M√§rz 2019 im Rahmen eines IZ-Salons.

ūüďɬ† Daten & Fakten

  • 12.-15. November 2018: Netzwerktreffen in Wien (Vorstandstreffen und Generalversammlung)

Aktivitäten der CNC-Partnerorganisationen 2018:

  • 320 Eltern von Kindern mit Behinderungen wurden in 6 Seminaren in verschiedenen Regionen Armeniens zu inklusiver Bildung beraten
  • ~800 Infobrosch√ľren zu inklusiver Bildung und Rechten von behinderten Kindern¬†in Inguschetien erstellt und verteilt
  • Training von 14 Psycholog*innen und 12 Jurist*innen aus dem Nordkaukasus, die bereit sind, von Gewalt betroffene Kinder vor Gericht zu vertreten
  • Training von 29 Journalist*innen, Sozialarbeiter*innen, Psycholog*innen und Aktivist*innen aus 4 L√§ndern, die sich in Informationskampagnen gegen Gewalt an Frauen und Kindern engagieren wollen
  • Diskussion mit 30 Expert*innen aus Schulen und Universit√§ten, au√üerdem Videos und ein Online-Kurs zu den Themen ‚ÄěSchool Democracy‚Äú und ‚ÄěMedia Literacy‚Äú

Weiters:

  • Trainings von Eltern, Sozialarbeiter*innen, Psycholog*innen, Jurist*innen und Student*innen √ľber Kinderrechte in Aserbaidschan
  • Anwaltschaftliche Arbeit und √∂ffentliche Aktionen
  • F√∂rder- und Empowermentprogramme von benachteiligten Kindern, zum Beispiel durch Workshops, Kunsttherapie und √∂ffentliche Aktionen