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Jahresbericht 2018 #14

Youth for Human Rights

💡  Basisinfos

  • Projekt zur Förderung von Menschenrechtsbildung in der Jugendarbeit
  • Kooperation von 7 Nationalagenturen fĂŒr Erasmus+ Jugend in Aktion
  • Laufzeit: 2016-2019
  • Internationale und nationale Trainings und Vernetzungstreffen; europĂ€ische Expert*innengruppe
  • IZ fĂŒr Begleitforschung und fĂŒr nationale Trainings in Österreich zustĂ€ndig, Mitglied in der Steuerungsgruppe
  • noored.ee/human-rights-education

Menschenrechte am eigenen Leib erleben

Richtig greifbar gemacht wurden Menschenrechte beim Staff Training fĂŒr Mitarbeiter*innen der Nationalagenturen fĂŒr Erasmus+ Jugend in Aktion – zum Beispiel durch ein Simulationsspiel zur Verteilung von Vermögen. Denn die zweite Generation der Menschenrechte beinhaltet das Recht auf einen angemessenen Lebensstandard und soziale Sicherheit. Larissa Pompe und Michael Gugimeier waren vom IZ vor Ort.

Am Anfang bekam jeder ein paar MĂŒnzen. Alle starteten jedoch mit unterschiedlichen Voraussetzungen: Einige hatten mehr MĂŒnzen, andere weniger, manche sogar ein Handycap – ihnen wurde eine Hand verbunden. Ganz viele MĂŒnzen lagen in der Mitte und auf ein Startsignal hin durften sich alle so viele MĂŒnzen schnappen, wie sie nur konnten. Auf Basis davon, wie viele MĂŒnzen man hatte, wurde man dann in Gruppen eingeteilt: die Armen, die Mittleren und die Reichen. Die Reicheren hatten dann die Möglichkeit zu spenden, sodass die ganz Armen zumindest in die Mitte rutschten. Das wurde auch eifrig angenommen. Danach wurde es allerdings spannend. Innerhalb der einzelnen „Schichten“ wurde diskutiert, ob es eine Umverteilung geben sollte und wie diese aussehen könnte. Am Ende wurde eine Lösung mit Grenzen nach oben und unten erarbeitet, mit der alle Spieler*innen zufrieden waren. „Eigene Lösungen fĂŒr Umverteilungsfragen zu finden, die alle Beteiligten gerecht finden, und die komplexen gesellschaftlichen ZusammenhĂ€nge am eigenen Leib zu erleben, war eine krasse Erfahrung – gerade weil man in eine unbekannte Rolle schlĂŒpft“, berichtete Larissa Pompe.

Damit hat das Training veranschaulicht, was Menschenrechtsbildung eigentlich will: Menschenrechte greifbar, am eigenen Leib erfahrbar machen und Anstoß geben, die eigenen Haltungen zu reflektieren. Genau das wurde und wird in nationalen Trainings auch an die offene Jugendarbeit weitergegeben.

 

📃  Daten & Fakten

 

  • 14.-16. September 2018: Nationales Trainings in Innsbruck in Kooperation mit pojat
  • 23.-25. November 2018: Nationales Training in Wien in Kooperation mit der Bundes Jugend Vertretung
  • 10.-13. Dezember: Internationales Staff Training in Belgien fĂŒr Mitarbeiter*innen von Nationalagenturen
     
  • 1 Publikation: „Human Rights Education & Youth Work”

   

Fotos (c) 2018 IZ - Vielfalt, Dialog, Bildung