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Schwerpunkt Inklusion - Jahresbericht 2019

Inklusion nicht nur als Lippenbekenntnis


„Es ist großartig zu sehen, dass Inklusion im IZ nicht nur ein Lippenbekenntnis ist, sondern dass das ganze Team gezielt an dem Thema arbeitet und ein Verständnis dafür hat“, freut sich Barbara Eglitis, die 2019 neu in der Nationalagentur angefangen hat und ihre Expertise zum Schwerpunkt Inklusion aktiv einbringt.

Die Nationalagentur treibt Inklusion aktiv voran – auf europäischer Ebene ebenso wie in Österreich. Als Teil der „Strategic Partnership on Inclusion“ hostete sie im August 2019 das jährliche Planungstreffen für die beteiligten Nationalagenturen in Wien. Weiters organisierte sie einen Studienbesuch für europäische Jugendarbeiter*innen in österreichischen Einrichtungen, die sich mit NEETS (junge Menschen, die nicht arbeiten oder in Ausbildung sind) beschäftigen. „Außerdem arbeiten wir in zwei europäischen Arbeitsgruppen zum Thema ‚Inklusion in den EU-Jugendprogrammen‘ mit“, erklärt Melanie Jacobs, stellvertretende Direktorin der Nationalagentur.

„In Österreich haben wir 2019 durch die Fachtagung zum Thema ‚Inklusion im ESK‘, die wir veranstaltet haben, viel weiterbekommen“, so Barbara Eglitis, „dort konnten wir viele Organisationen motivieren, inklusive Projekte umzusetzen. Denn die stellen sich das oft schwieriger vor als es tatsächlich ist – die Barrieren sind eher im Kopf als physischer oder finanzieller Natur.“ Über 50 Teilnehmer*innen wurden dort informiert und inspiriert – durch Inputs, Praxisbeispiele und persönliche Beratung.

Auch sonst war die Nationalagentur in Österreich aktiv: Beim Treffen des Österreichischen Expert*innenbeirats zu Inklusion hat sie die entsprechenden Möglichkeiten des ESK vorgestellt und sich auch darüber hinaus mit Akteur*innen vernetzt, die mit benachteiligten Jugendlichen arbeiten. Ebenfalls wurden österreichische Teilnehmer*innen zu europäischen Trainings im Bereich Inklusion entsendet. „Generell achten wir verstärkt auf Inklusion, zum Beispiel indem wir die nationalen Optionen von Freiwilligeneinsätzen, Jobs und Praktika nur benachteiligten Jugendlichen vorbehalten. Und wir kommunizieren das Thema aktiv“, berichtet Melanie Jacobs. 2019 hat die Nationalagentur zum Beispiel über 800 Organisationen, die im Inklusionsbereich tätig sind, gezielt angesprochen, Inklusionsnewsletter verschickt und verstärkt erfolgreiche Inklusionsprojekte bekannt gemacht.

„Wir haben auch unsere Inklusionsstrategie überarbeitet, in leichte Sprache übersetzt und Rückmeldung von Betroffenen eingeholt“, so Barbara Eglitis, „und auch auf unseren Programmwebsites haben wir Barrieren abgebaut.“ Außerdem wurde eine Postkarte mit der URL des Solidaritätskorps in Brailleschrift produziert.

Aber nicht nur die Nationalagentur verfolgt dieses Thema: „In 2019 ist sehr klar geworden, dass Inklusion ein Schwerpunkt des ganzen IZ ist – zum Beispiel in den internationalen Projekten und der IZ Academy. „Das wollen wir noch verstärken und die Expertise bündeln, die verschiedene Arbeitsbereiche im IZ zu dem Thema aufgebaut haben“, kündigt Melanie Jacobs an.

📃  Daten & Fakten

 

  • 15. März 2019: Programmvorstellung beim Österreichischen Expert*innen-
    beirat zu Inklusion
  • 2.-6. April 2019: internationaler Studienbesuch zu Jugendarbeit mit NEETs in Österreich
  • 17. Juni 2019: Tagung „Inklusion im ESK – nationale Möglichkeiten als Chance“
  • 28.-30. August 2019: Planungstreffen der „Strategic Partnership on Inclusion“ in Wien 
  • 3.-7. November 2019: vertreten beim Partnership Building „NE(E)T Working“ in Prag
  • 28.-29. November 2019: vertreten bei der Annual Conference on the European Day of People with Disabilities in Brüssel


 

Bild 1-3: Tagung Inklusion © 2019 IZ - Vielfalt, Dialog, Bildung