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Youth for Human Rights - Jahresbericht 2019

💡  Basisinfos

  • Projekt zur Förderung von Menschenrechtsbildung in der Jugendarbeit
  • Kooperation von 7 Nationalagenturen fĂŒr Erasmus+ Jugend in Aktion
  • Laufzeit: 2016-2019
  • Internationale und nationale Trainings und Vernetzungstreffen; europĂ€ische Expert*innengruppe
  • IZ fĂŒr Begleitforschung und fĂŒr nationale Trainings in Österreich zustĂ€ndig, Mitglied in der Steuerungsgruppe

Wie "sexy" ist Menschenrechtsbildung?


Seit 2017 setzt sich das IZ im Projekt „Youth for Human Rights“ dafĂŒr ein, Menschenrechtsbildung und Jugendarbeit stĂ€rker zu verknĂŒpfen. „2019 war unser Ziel vor allem die Vernetzung auf nationaler Ebene“, erklĂ€rt Michael Gugimeier aus dem IZ-Team, „wir wollten Akteur*innen aus Menschenrechtsorganisationen und aus der Jugendarbeit in einen Raum bringen, sodass sie gemeinsam an Ideen arbeiten können.“ Dazu fanden zwei Vernetzungsveranstaltungen sowie ein internationales Training in Wien statt, die sehr gut angenommen wurden. Martina Steiner, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin der „Plattform Offene Jugendarbeit Tirol“, ist ĂŒberzeugt: „Solche Vernetzungsveranstaltungen sollte es jedes halbe Jahr geben!“ Entstanden sind aus diesen Veranstaltungen eine Sammlung von Projektbeispielen und konkreten Methoden, die Jugendarbeiter*innen einsetzen können, um Menschenrechte zu thematisieren. „In unseren Trainings haben Jugendarbeiter*innen oft den Aha-Effekt ‚Hey, wir machen das ja eh schon!‘“, berichtet Larissa Pompe aus dem IZ-Team, „aber sie merken: Wenn man das nur mitdenkt, aber nicht aktiv als Menschenrechtsbildung kommuniziert, wird es nicht so wahrgenommen.“

Ob man dazu den Begriff Menschenrechtsbildung verwenden muss, dazu gehen beim IZ-Salon im MĂ€rz die Meinungen auseinander. WĂ€hrend Menschenrechtstrainerin Sabine Klocker fĂŒr andere Benennungen plĂ€diert, weil der Begriff „nicht sexy“ sei, ist Gudrun Rabussey-Schwald von Amnesty Österreich der Meinung, „Menschenrechtsbildung könnte nicht persönlicher und konkreter sein.“ Einig sind sich aber alle, wie wichtig und sinnvoll es ist, das Thema in der Jugendarbeit aufzugreifen.

Auf einer anderen Ebene arbeitet „Youth for Human Rights“ an Empfehlungen, wie verschiedene Stakeholder*innen dazu beitragen können, Menschenrechtsbildung stĂ€rker im Jugendbereich zu verankern – zum Beispiel Vertreter*innen aus Politik und Nationalagenturen der EU-Jugendprogramme, aber auch aus Menschenrechtsorganisationen und der Jugendarbeit selbst.

Wie beide Ebenen zusammenkommen, zeigt sich bei der Abschlusskonferenz des Projekts in Tallinn: Österreichische Workshop-Teilnehmer*innen sind ebenso vor Ort wie EntscheidungstrĂ€ger*innen, die die 2019 erarbeiteten Empfehlungen nun in die Tat umsetzen können. Denn, wie ein Konferenzteilnehmer sagt: „Junge Menschen mĂŒssen Menschenrechte kennen, weil sie diejenigen sind, die uns in eine freiere und gerechtere Zukunft fĂŒhren.“

📃  Daten & Fakten

  • 20. MĂ€rz 2019: IZ-Salon “Jugendarbeit und Menschenrechtsbildung“ in Wien
  • 6. Mai 2019: IZ-Werkstatt “Empower You(th)” in Wien
  • 4.-7. Juli 2019: Contact-Making-Seminar in Wien
  • 29.-30. Oktober 2019: Abschlusskonferenz in Tallinn
  • 10.-11. Dezember 2019: Stand bei der 2. Jahrestagung fĂŒr Menschenrechtsbildung der PH Wien
  • In Österreich ĂŒber 120 Multiplikator*innen mit Veranstaltungen erreicht (2018-2019)
  • Kooperationspartner*innen: BJV, bOJA, POJAT, Amnesty Österreich, aufZAQ, SOS Menschenrechte
  • Politik-Empfehlungen fĂŒr 5 verschiedene Bereiche
  • 1 Forschungsbericht zu den Trainings

 

   

Bild 1: IZ-Werkstatt, Bild 2-4: IZ-Salon © 2019 IZ - Vielfalt, Dialog, Bildung