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IZ-Salon „Go international – Wie wirken die EU-Jugendförderprogramme?“

Gestern Abend fand in der Schraubenfabrik ein IZ-Salon zum Thema „Go international – Wie wirken die EU-Jugendförderungen?“ statt. DI Dr. Helmut Fennes und Dr. Susanne Gadinger vom Genesis-Institut sowie MMag. Dr. Pier Paolo Pasqualoni von der Hochschule Edith Stein präsentierten die neuesten Österreich-Ergebnisse der vier Forschungsprojekte MON, LTE, CAP und INNO des europäischen Forschungsnetzwerks RAY (Research-based Analysis of European Youth Programmes).

IZ-Geschäftsführer Gerhard Moßhammer erklärt: „Ich freue mich sehr über diese positiven Ergebnisse. Sie drücken aus, wie stark Teilnehmende und Organisationen vom Programm profitieren.“

Die Forschungsergebnisse im Detail:

👉 Factsheets & Forschungsberichte für Österreich
👉 Transnationale Ergebnisse & Daten

 

Die Forschungsergebnisse im Überblick:

Wissenschaftliche Begleitforschung zu „Erasmus+ Jugend in Aktion“ (RAY-MON)

Das Monitoring RAY-MON ist die wissenschaftliche Begleitforschung des Programms „Erasmus+ Jugend in Aktion“. Es untersucht Auswirkungen auf die beteiligten Akteur*innen, deren Profil und Zugang zum Programm sowie die Entwicklung und Umsetzung der Projekte.

DI Dr. Helmut Fennes vom Institut für Generationen- und Bildungsforschung (Genesis) präsentierte die aktuellen Ergebnisse: Die im Programm finanzierten Projekte fördern bei Teilnehmenden sowohl Wissen, Fähigkeiten und Werte, als auch berufliche Perspektiven und internationale Kompetenzen.

Die Projekte fördern die Entwicklung von Schlüsselkompetenzen für lebenslanges Lernen: Wissen, Fähigkeiten, Werte und Einstellungen, insbesondere in Bezug auf Partizipation und Bürger*innenschaft sowie auf Jugendarbeit. Sie stärken auch die Kompetenzentwicklung und Perspektiven für Bildung, Beruf, Mobilität und Partizipation. Auch Internationalisierung wird gefördert: Organisationen führen verstärkt internationale Kooperationen durch, Teilnehmende bekommen ein internationales Netzwerk, werden aufgeschlossener gegenüber Auslandsaufenthalten und lernen, sich selbstständig in anderen Ländern aufzuhalten.

Langzeitwirkungen auf Partizipation und aktive Bürger*innenschaft (RAY-LTE)

 

Das Forschungsprojekt RAY-LTE untersucht die Langzeiteffekte der Projekte in „Erasmus+ Jugend in Aktion“ auf Kompetenz und konkreter Teilhabe im Bereich der Zivilgesellschaft.

Dr. Susanne Gadinger von Genesis stellt die Ergebnisse vor, die zeigen, dass die Projekte auf verschiedene Weise ihre Ziele erreichen: Es lässt sich bestätigen, dass das Projekt die Teilnehmenden motiviert, sich freiwillig zu engagieren. Sie erwerben außerdem Wissen und Fähigkeiten, die ihnen helfen, sich zivilgesellschaftlich zu engagieren. Auch ihr Interesse und Wissen zu Europa steigt. Diese Effekte halten langfristig an und lassen sich noch zwei bis drei Jahre nach der Teilnahme nachweisen.

Bereits engagierte Jugendliche nutzen die Projekte für Austausch und Weiterbildung zu den Themen, für die sie sich einsetzen und lernen im Projektmanagement dazu. So profitieren sie quasi „kumulativ“. Bei Neulingen in dem Bereich wächst Wissen und Interesse an Partizipation und Umweltschutz. Die Projekte sorgen für Horizonterweiterung und persönliche Entwicklung benachteiligter Jugendlicher. Aus der Forschung lässt sich die Empfehlung ableiten, Partizipation & Bürger*innenschaft nicht nur abstrakt, sondern in Verbindung mit der Lebenswelt der Teilnehmenden zu thematisieren.

 

Kompetenzentwicklung und Kapazitätsaufbau (RAY-CAP)


Das Forschungsprojekt RAY-CAP beschäftigt sich mit den Auswirkungen der im Programm enthaltenen Trainingsangebote auf Kompetenzentwicklung von Jugendarbeiter*innen, auf Praxistransfer und Organisationsentwicklung.

MMag. Dr. Pier Paolo Pasqualoni von der Hochschule Edith Stein präsentierte folgende Ergebnisse: RAY-CAP weist positive Effekte der im Programm geförderten Weiterbildungsaktivitäten auf Wissen und Können der Teilnehmenden nach, auf deren Vernetzung im Jugendbereich sowie auf ihre Arbeits- und Internationalisierungmotivation.

Teilweise berichten die Befragten sogar, dass sie die Trainings als prägend für ihre Identität und ihre Entscheidung für einen sozialen Beruf erleben. Sie motiviert die Beteiligten dazu, sich als Schlüsselakteur*innen in der Jugendbildungsarbeit zu etablieren und steigert ihre Beschäftigungsfähigkeit sowie die Handlungsfähigkeit ihrer Organisation.

Unterstützung von Innovation und Austausch guter Praxis (RAY-INNO)


Das ebenfalls von MMag. Dr. Pier Paolo Pasqualoni vertretene Forschungsprojekt RAY-INNO untersucht, wie die im Programm „Erasmus+ Jugend in Aktion“ geförderten Strategischen Partnerschaften den Austausch bewährter Praxis und Innovationen im Jugendbereich beeinflussen.

Die Ergebnisse zeigen, dass Stategische Partnerschaften Innovationen in der Jugendbildungsarbeit fördern und Austauschmöglichkeiten öffnen. Interessanterweise würden sich die Akteur*innen häufig nicht im Begriff „Innovation“ verorten; ihre Projekte bringen aber dennoch Innovation hervor.